Warum die Nerds politisch wurden
22. September 2009
Zunächst einmal. Ich mag den Begriff Nerd nicht sonderlich. Eigentlich mag ich alle Begriff nicht sonderlich die Technik Experten versuchen als eigene Spezies zu beschreiben. Irgendwann bekommen all diese Begriffe einen sonderbaren Touch.
Warum Nerds wichtig für die Gesellschaft sind wurde ja bereits hinlänglich umschrieben . Ich will die Klischees in diesem Artikel daher gar nicht weiter breit treten.
Bin ich ein Nerd? Ich weiß es nicht. Mein erstes physikalischen Experiment war eher unfreiwillig und mit der Erkenntnis das man mit einer Brauseflasche nicht rumlaufen sollte, denn es schmerzt wenn einem dann wegen der Kohnensäure das ganze Ding in der Hand zerplatzt. Seit da an hatte ich aber ein Ziel: Technik kontrollieren, Technik beherschen, Technik nach meinen Regeln funktionieren lassen.
Mit Technik verdiene ich heute mein Geld. Auch einen Großteil meiner Zeit verbringe ich mit Technik. Um es vorweg zu nehmen: Ja mein erster Computer war ein C64 und ja ich hatte einen Koffer mit Zahlenschloss. Das hat aus mir aber noch lang kein Kellerkind gemacht das kaum das Sonnenlicht gesehen hat. Während Gleichaltrige damit ihr Taschengeld aufgebessert haben Konservern im Supermarkt ins Regal zu räumen hab ich damit Geld verdient Comupter Systeme zu betreuen und was übrig blieb investiert um Aktien zu kaufen. Markenkleidung, Discos und Mädchen waren ganz genau so Thema wie bei allen anderen Jungendlichen nur da war zusätzlich noch diese unbändige Leidenschaft für Technik.
Früher wie heute habe ich viele Freunde. Mit den meisten assoziiere ich mehr als nur ein Twitter Icon. Auch wenn es unbestrittene Tatsache ist das in meinem Freundeskreis nach wie vor alle PCs bei mir landen wenn sie repariert werden müssen, so hätte ich trotzdem sehr viele dieser Freunde auch so. Wenn ich als Freak bezeichnet werde dann in der Regel nur anerkennend, weil ich etwas kann was viele andere nicht können.
Ich denke jeder Nerd hat seine eigene Geschichte, da gibt es sicher alles vom langhaarigen Kellerkinder bis zum Dot.com Gründer. Eins verbindet sie aber alle Ihre Leidenschaft für Technik und Computer.
IT ist heute eine der größten Industriezweige und nicht wenige Leute wir ich laufen heute in teuren Anzügen rum und treffen Entscheidungen. Entscheidungen wie nicht Nerds Technik einfach nutzen können ohne diese in der Tiefe verstehen zu müssen. Viele Techniken sind heute ganz selbstversändliche gewordenen Internet, Handies, Bankautomaten oder Navis. Aber kaum einer macht sich wirklich Gedanken welche Komplexität hinter solchen Systemen steckt. Nerds tun das und es macht Ihnen Spass.
In der Welt der Nerds gibt es viele Regeln. Das ganze Internet besteht eigentlich nur aus Regeln. Regeln die Leute wir ich erschaffen haben damit das Internet heute so funktioniert wie es funktioniert. Es gibt wohl keinen sozialen Lebensraum in dem es mehr Regeln gibt als im heutigen Internet.
Einen großen Teil meiner Zeit verbringe ich in dieser digitalen Welt. Diese ist anders als oft behauptet mittlerweile recht nahtlos in die andere Welt, die analoge Welt das s.g. Real Life eingebunden. Das merken die meisten Menschen aber erst wenn selbstverständliche Dinge wie Email oder Handy mal nicht mehr funktionieren.
Dieses miteinander der digitalen und analogen Welt war lange Zeit wie selbstverständlich doch dann kam irgendwann ein Mann, ein Minister. Er kannte das Internet, die digitale Welt selbst nur oberflächlich, aber er hatte gehört dass sich dort Terroristen verabreden um Anschläge in der analogen Welt zu planen. Er wolle wissen was ich im Internet mache um sicher zu sein dass ich nicht auch Terrorist bin. So wurde nicht nur ich sondern jeder Internet Nutzer pauschal verdächtigt. Das Internet sei Mitschuld für Attentate, Kriege, Amokläufe und viele andere böse Dinge und müsse daher stärker kontrolliert werden wurde behauptet.
Das Internet? Diese Anhäufung von unzähligen Regeln und Techniken? Dieses Geschenk an die Menschheit um weltweit kommunizieren zu können soll ein einziges großes Terrorcamp sein? Zu meiner Sicherheit sollte daher nun aufgezeichnet werden welche Webseiten ich besuche. Wem ich Emails schreibe oder SMS. Der Minister wollte wissen wo ich mich mit meinem Handy aufhalte. Wollte wissen mit wem ich telefoniere. Wollte sogar auf meinen Rechner zugreifen können, auf meine Festplatte meinen intimsten Bereich in der digitalen Welt.
Ich bin zwar immer zur Wahl gegangen aber Politik hat mich früher nur oberflächlich beschäftigt. Ich bin blauäugig gewesen und dachte die Politiker werden schon Ahnung haben von dem was sie beschäftigt. Nun beschäftigt sich die Politiker plötzlich mit mir. Es war nicht Interesse. Es war ein Verdacht. Alle wurden verdächtigt. Pauschal und unbegründet sollte jeder daher fortan überwacht werden.
Ich fühlte mich gestört. Ich wollte nicht überwacht werden. Ich beteidigen mich an der Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung und hoffte auf Einsicht der Politik.
Es gab keine Einsicht.
Zumindest nicht auf Seiten der Politik. Stattdessen kam der nächste Minister besser gesagt eine Ministerin. Eine Vertraute des Ministers der bereits alle mit seiner Datensammellust unter generalverdachte gestellt hatte. Diese Ministerin wollte Stoppschildern im Internet aufstellen um so das Internet zu filtern. Angeblich um so das Internet von Kinderpornografie zu befreien und Kinder zu schützen. Meine erste Reaktion war ein herzhaftes lautes Lachen. So eine blöde Idee hatte ich schon lange nicht mehr gehört. Prinzipiel hatte sie ja ein sehr ehrenwertes Ziel aber Stoppschilder im Internet? Wäre nicht mehr Geld für echte Polizeiarbeit besser investiert um Kinder zu schützen? Die Verbrechen passieren ja nicht im Internet, sondern werden dort nur dokumentiert und kommuniziert.
Man muß wissen auch Nerds sind nicht gleich Nerds und nicht alle haben sich immer lieb. Auch unter Nerds gibt es seit langer Zeit Kriege. Kriege z.B. um die ideologische Frage welches das beste Betriebssystem ist. Angriffe auf vermeintliche unsichere andere Rechner, Systeme und Techniken sollen diese diskreditieren und zeigen wie schwach diese sind. Viele schwache Systeme sind in diesen Kriegen gestorben um später verbessert und sicherer wiedergeboren zu werden. Jahrelang wurden daher Techniken weiterentwicklet um das Netz immer sicherer zu machen, um Ausfälle zu vermeiden und Sabotage zu verhindern. Millionen Experten weltweit haben in diese Aufgabe Jahre investiert und nun kommt diese Ministerin.
Eine unscheinbare Person, sofort augenscheinlich Sie ist kein Nerd. Will Stoppschilder im Internet aufstellen. Ein Stoppschild hatte sie gleich mitgebracht um es auf Ihrer großen Pressekonferenz präsentieren zu können. Ausgedruckt auf A4, wahrscheinlich nicht mal selbst ausgedruckt. Ich war erschrocken von dieser Einfälltigkeit. Allein die schiere Masse zu kontrollierender Internetseiten und die vielfältigen Techniken die das Netz gegen jeder Art von Sabotage schützen stellen die ganze Idee technisch in Frage.
Genau diese Frage machte mich als Nerd andererseits aber auch neugierig. Wie soll das nun technisch im Detail funktionieren? Um so größer war dann auch die Ernüchterung als klar wurde das DNS Sperren zum Einsatz kommen sollen. Lächerlich unwirksam. Es hat mich keine Minute gekostet und mein Internet Router war auf einen unzensierten DNS-Server umgeleitet.
Eine triviale Sichtblende also für nicht Nerds? Merkwürdige Gedanken drehen sich in meinem Kopf. Was ist eigentliche mit all den anderen Internet Nutzern die weniger Technik-Know-How haben als beispielsweise ich? Und was ist mit den Kriminellen die gut vernetzt sind und mindestens genau so viel Know-How haben? Warum macht die Politik sowas wenn es absolut nichts bewirken wird? Wärend ich noch überlegte hatten andere schon eine Anleitung zum Umgehen der Sperre für Nicht-Nerds ins Internet gestellt. Die Idee also im Ansatz bereits wieder gestorben?
Experten sagten der Ministerin dass die „Sperre“, die man kurzfristig in „Zugangserschwernis“ umgetauft hatte, nicht den gewünschten Effekt haben wird. Die Ministerin wollte aber nicht zuhören. Gebetsmühlenartig wiederholte sie warum diese Sperren notwendig sind und kommen müssen. Egal welche Experten fachliche Argumente brachten es herschte absolute Beratungsresistenz.
Ich war verwirrt. Ich hatte einfach keine Erklärung für dieses Verhalten. Ich informierte mich über Hintergründe. Was ich fand war eine dritte Welt. Eine Welt für mich neue Welt voller Lügen, Halbwahrheiten und unseriöser Statistiken. Die Welt der Politik und Medien.
Es war Wahlkampf. Das hätte ich vermutlich nicht mal mitbekommen, wäre meine Welt nicht als „rechtsfreier Raum“ zum Wahlkampfthema avanciert wäre. Wer schon einmal versucht hat eine Webseite ins Internet zu stellen, dem ist bekannt wie sehr das juristische Recht der analalogen Welt auch in der digitalen Welt zählt. Gesetzte die für die analoge Welt gemacht wurden, wurden von Gerichten derart verbogen, das diese Gesetzte nun auch die digitalen Welt anwendung finden. Oftmals leider mehr schlecht als recht. Dennoch kann vom rechtsfeien Raum überhaupt gar keine Rede sein.
Mir reichten die Lügen der Ministerin und ich unterzeichnete eine Petition gegen das Zugangserschwerungsgesetz Gesetz in der festen Überzeugung so der Politik vermitteln zu können das der eingeschlagene Weg nicht der Richtige ist. Ich erzählte Freunden und Bekannten dass es eine gute Sache wäre sich gegen das Gesetz zu stellen, da es unwirksam sei und unsere Verfassungsrechte unnötog weiter einschränken wird.
Das Resultat war erschreckend. Die Ministerin bezeichnet mich und alle anderen Unterzeichner für unser Engagement als pädokriminell. Ein weiterer Minister kam hinzu und sagte der Presse er könnte nicht verstehen, warum die Unterzeichner Kinderpornografie quasi „unterstützen“. Seine Frau wiederholte die gleichen Propaganda von Seiten der Kinderschützer und eine wieder andere nutzten den Vorteil mit einem stellvertretenden Redakteuren der Bilzeitung verheiratet zu sein, die sich anschließend dann auch mächtig ins Zeug legte Propaganda zu machen. Über unzählige politisch-mediale Seilschaften wurde in windeseile ein Bild erzeugt das bis heute teilweise bestand hat. Wer gegen Websperren ist ist für Kinderpornografie.
Ich schämte mich den Leuten gegenüber denen ich erwähnt hatte die Petition mit unterzeichnet zu haben. Ich war enttäuscht. Ich war zornig. Ich war sehr zornig. Die Politik für die ich mich nie interessiert hatte und die sich nie für mich und meine Sorgen interessiert hatte, hatte mir öffentlich den Krieg erklärt. Nicht nur mir sondern mindestens 134.000 weiteren Mitzeichnern der Petition und vielen weiteren Bürgerrechtlern und sonstigen Netzbürgern.
Ich wurde politsch
Die Piratenpartei war mir in der ganzen Debatte bereits positiv aufgefallen. Die Grünen, Linken und FDP waren unentschlossen meldeten zwar Einwände an aber hatte Angst. Sie whatten Angst mit in die Ecke der Kinderschändern gestellt zu werden. In die gleiche Ecke in die ich zuvor gestellt wurde. Ich traf eine Entscheidung: Ich wurde Pirat! Ich wollte für meine Rechte kämpfen.
Ich begann all die Lügen dieser Ministerin genau zu analysierte. Ich verbreitet die Wahrheit. Erst im Internet dann im Freundeskreis dann als Pirat auch in der Öffentlichkeit. Ich merkte ich bin mit meiner Geschichte absolut nicht alleine. Immer mehr Menschen wollten die Lügen nicht mehr länger ertragen. Immer mehr Menschen erzählten mir Ihre Geschichte die sich ganz genau wie meine Geschichte anhörte. Immer mehr Menschen fingen an die Wahrheit über Netzsperren und Zensur weiter zu verbreiten. Eine regelrechte Welle die immer mehr Leute erfasste, auch nicht Nerds.
Jahrelang hatte ich gedacht die Medien in Deutschland wären unabhängig. Leider komplett falsch. Die Medien sprechen im Sinne derer die sie kontrollieren und bezahlen und das sind leider in sehr vielen Fällen direkt oder indirekt die etablierten Parteien. Die wenigen Zeitungen die heute noch unabhängig berichten verdienen unseren allerhöchsten Respekt. Das Internet als unzensiertes Medium hat sich bewährt um Lügen der Politik aufdecken zu können. Lügen die in den Medien wegen politischem Druck leider viel zu oft unktitisch weiterverbreitet werden. Um so verständlicher wurde mir langsam warum die Politik das Internet so sehr hassen muß das es einen Krieg gegen das Internet und seine Nutzer begonnen hat. Wäre ich Politiker einer etablierten Partei wäre es sicher auch mein strategisches Ziel diese unkontrollierbare Meinungsfreiheit im Netz im Keim zu ersticken oder zumindest unter meine Kontrolle zu bringen.
Leider sind noch nicht alle Menschen so kritisch oder technisch in der Lage dass sie sich unabhängig informieren. Viele trauen daher blind der Realität die Ihnen die bunten Medienwelt verkauft. Es dauerte daher lange bis der Ruf nach Ehrlichkeit endlich auch die breite Öffentlichkeit erreichte und letztlich auch in den meisten Medien die Lügen der Ministerin nicht länger unkritisch wiederholt wurden. Selbst die Politik erhörte letztlich den Ruf. Plötzlich erinnerten sich auch Grüne, Linke und FDP wieder das Thema im eigenen Programm zu haben. Die Piratenpartei sei eigentlich überflüssig wurde propagiert. Aber ist das so? Wer hat wirklich dafür gekämpf die Datenschutz Themen trotz heftigstem Gegenwind zurück auf die politische Agenda zu holen. Und wem kann man zutrauen dies auch noch nach der Wahl weiter zu tun? Diese Frage soll jeder Lesern bitte selbst beantworten.
Die Welt der Politik und Medien ist Leuten wir mir sehr fremdartig. Da gibt es Experten mit Irokesenschnitt die im Fernsehen als Internet-Gurus präsentiert werden aber eigentlich Mediengestalter und Werbevermarkter sind. Dann gibt es da Politiker die sich zu Wort melden und Stellung nehmen zu Themen von denen sie augenscheinlich überhaupt keine Ahung haben. Eine fremdartige Welt für Leute wie mich. So etwas gibt es unter echten Nerds nicht. Im Kreis der Nerds diskutiert man nur über ein Thema wenn man auch Ahnung von einem Thema hat. Ansonsten hält man sich zurück und baut zunächst das eigene Wissen auf. Übrigens ein Wert der sich erfreulicherweise in die Piratenpartei gerettet hat aber in der Öffentlichkeit oft fälschlicherweise als Schwäche ausgelegt wird.
Aufgrund solcher Schwächen sei die Piratenpartei unwählbar heist es. Angeblich haben die Piraten nur ein Thema heist es oft falsch. Angeblich sei die Piratenpartei sexistisch weil es weniger PiratInnen als Piraten gibt und man Geschlechterunterschiede nicht problematisiert. Im Netz zählt aber was du machts, nicht was du bis. Ob hinter einer genialen Idee oder einem Programm eine Frau oder ein Mann steht ist völlig transparent und letztlich auch irrelevant. Es zählt was du kannst und was du machts. Das Frauenrechtlerinnen dies nicht verstehen können, vielleicht auch gar nicht verstehen wollen ist nachvollziehbar. Aber was hat das mit der Wählbarkeit einer Partei zu tun? Rein gar nichts. In der Piratenpartei haben Frauen wohl die größten Chance aller Parteien durch Leistung zu überzeugen und Anerkennung zu finden.
Mit zunehmenden Einfluß der Piratenpartei in Medien und Politik wurde tiefer gebohrt. Angeblich sei die Partei rechtsradikal weil man Interviews an eine zu sehr rechts stehende Zeitung gegeben hat. Angeblich sei die Piratenpartei von Ausserirdischen unterwandert die die Welt erobern wollen. Wer monatelang miterlebt hat mit welchen verlogen und hinterhältig Mitteln in der Politik versucht wird politische Wiedersacher mit Medienmacht in Abseits zu drücken den wundert rein gar nichts mehr. Die Piratenpartei redet nicht nur von Transparenz, sie lebt sie auch. Alle Sitzungsportokolle, alle Kommunikation ist für jedermann öffentlich zugänglich. Wer denkt die Piraten seinen radikal oder von Ausserirdischen unterwandert möge sich bitte selbst ein Bild machen statt irgendeiner Medienpropaganda weiter zu vertrauen.
Die Wahl steht an und egal ob die Piratenpartei bei der Wahl die 5% Hürde knacken wird oder nicht Sie hat bereits viel erreicht. Lügen wurden aufgedeckt, totgeschwiegene Themen wurden zurück auf die politischen Agenda geholt. Selbst etablierter Parteien haben sich an längst vergessene Werte erinnert und diese in Programm zurück geholt.
Die Piratenpartei ist nur der politische Arm einer wesentlich größeren Netzbewegung. Mit Ihren Zielen und Ihren unzähligen Experten stellen die Piraten bereits heute eine sehr ernst zu nehmende Partei dar. Eine Partei die bereits gerüstet ist für eine digitale Zukunft die andere Parteien bislang nur als „das Böse“ betrachten und am liebsten verhindern würden weil sie sie nicht verstehen und Angst vor Ihr haben. Die Wahl wird die Weichen stellen welchen Weg wir in Deutschland gehen wollen. Als Nerd hoffe ich es wird der digitale Weg in die Zukunft sein.